0item(s)

Sie haben keine Artikel im Warenkorb.

Product was successfully added to your shopping cart.

Tierversicherungen

Einen Moment nicht aufgepasst und schon ist es passiert: Der beste Freund auf vier Beinen ist in ein Fahrrad gelaufen. Hund und Fahrer liegen verletzt am Boden. Durch den Sturz hat der Lenker auch noch den Seitenspiegel eines geparkten Autos abgebrochen. Selbst wenn gesundheitlich nichts Schlimmeres passiert ist, kommen auf Sie als Halter einige Kosten zu. Tierarzt, Arzt, Reparaturen - die finanziellen Aufwendungen können schnell ungeahnte Höhen annehmen. Gleiches gilt, wenn Ihr Haustier erkrankt und umfassende Untersuchungen oder eine Operation benötigt. Haustierversicherungen sind genau für derlei Fälle da und verhindern, dass der Schrecken oder der Weg zur Diagnose im finanziellen Ruin enden. Doch welche Arten der Haustierversicherungen gibt es und was ist für Sie und Ihr Haustier sinnvoll?

Welche Arten von Tierversicherungen gibt es?
Die Tier- oder Haustierversicherungen werden grundsätzlich in zwei Arten unterschieden. Namentlich die Tierhalter-Haftpflichtversicherung und die Tier-Krankenversicherung. Die Tier-Krankenversicherung kann allein für Operationen oder aber chirurgische Eingriffe und reguläre Tierarztkosten abgeschlossen werden. Neben dieser Einteilung werden Tierversicherungen für verschiedene Haustiere angeboten. So wird für ein Pferd natürlich ein anderer Versicherungsschutz benötigt, als für Hund, Kaninchen oder Katze.
Was leistet eine Tierhalter-Haftpflichtversicherung?
Jedes Pferd kann einmal durchgehen, jeder Hund sich erschrecken oder es beim Toben schlicht übertreiben - selbst bei Provokationen durch andere, bleiben die Kosten für entstandene Schäden und Spätfolgen oftmals an Ihnen als Halter hängen. Anders verhält es sich, wenn Sie über eine Tierhalter-Haftpflichtversicherung verfügen. Diese übernimmt für Ihr Tier, was Ihre private Haftpflicht für Sie tut. Sollte es durch Hund oder Pferd zu Unfällen oder Schäden kommen, werden die Kosten je nach Versicherungsschutz komplett oder zumindest anteilig getragen. Voraussetzung für die Kostenübernahme durch die Tierhalter-Haftpflicht ist allerdings, dass Sie nicht fahrlässig gehandelt haben. Gehen Sie beispielsweise mit Ihrem Hund in einem Gebiet mit Leinenpflicht "oben ohne" spazieren und es kommt zu einem Unfall, bleiben Sie auf den Kosten sitzen. Gleiches gilt, wenn Sie seit Wochen von einer Schwachstelle im Zaun wissen, die Hund oder Pferd zum Ausbüchsen nutzen. Eine verantwortungsvolle und für alle sichere Haustierhaltung ist also auch mit der Tierhalter-Haftpflichtversicherung nötig. Ebenso wie das Informieren über und Einhalten von Maulkorb- und Leinenpflicht.
Die Hundehaftpflicht als Pflicht!
In den Bundesländern:
- Hamburg
- Sachsen-Anhalt
- Thüringen
- Berlin
- Niedersachsen
ist die Hundehalter-Haftpflichtversicherung spätestens ab dem 6. Lebensmonats des Vierbeiners Pflicht. Diesen Beispielen könnten andere bald folgen. Informieren Sie sich daher regelmäßig über die Regelungen in Ihrem Bundesland.
Tierhalter-Haftpflichtversicherung für Katzen, Kaninchen und Co.
Anders als bei Hunden und Pferden sind durch kleinere Tiere verursachte Schäden mittlerweile in nahezu jeder Haftpflichtversicherung miteinbegriffen. Darauf sollten Sie sich allerdings nicht blind verlassen. Kontrollieren Sie daher, ob Katze, Kaninchen und Co. mitversichert sind. Ist dies nicht der Fall, lohnt sich ein Wechsel der Haftpflichtversicherung. Denn ein vom Hamster durchgenagtes Kabel ist nicht nur ärgerlich, sondern kann im schlimmsten Fall einen Brand auslösen. Katzen mit Freigang können sogar noch schlimmere Schäden anrichten.
Die Unfall- und OP-Tierversicherung
Lebensbedrohliche Magenverdrehungen bei großen Hunderassen, ein Sturz des Pferdes, Giftköder, unbemerkt gewachsene Tumore - es gibt zahlreiche Gründe, warum ein Haustier operiert werden muss. Selbst bei regelmäßigen Kontrollen durch den Tierarzt kann etwas übersehen oder ein chirurgischer Eingriff unfallbedingt ganz plötzlich notwendig werden. In derlei Fällen greift die sogenannte OP-Haustierversicherung. Sie trägt die Kosten für den Eingriff an sich, die Nachsorge und Unterbringung in der Tierklinik oder beim Tierarzt sowie nötige Medikamente. Die OP-Versicherung für Haustiere bietet also einen Kostenschutz. Und dieser ist nicht zu unterschätzen. Selbst wenn der Vierbeiner immer angeleint ist, nie Fremdkörper oder sonstiges draußen aufnimmt und auch ansonsten perfekt erzogen und stets beaufsichtigt ist - krankheitsbedingte Operationen und sogar vermeintlich kleine chirurgische Eingriffe erzeugen schnell horrende Kosten. Drei- bis vierstellige Summen sind schon bei Kleintieren die Regel. Bei Pferden kann die Rechnung noch höher ausfallen.
Was bringt eine Tier-Krankenversicherung?
Die Tier-Krankenversicherung ist ein noch umfassenderer Kostenschutz als die OP-Tierversicherung, da sie sowohl chirurgische Eingriffe, als auch reguläre tierärztliche Behandlungen übernimmt. Je nach Versicherung werden Kosten für Tierarzneimittel, Diagnostik, prophylaktische Maßnahmen wie Wurmkur, Impfungen und Floh- und Zeckenschutz getragen. Auch Unterbringungskosten in der Tierklinik, Zahnsteinprophylaxe und Kontrolluntersuchungen beim Tierarzt können miteinbegriffen sein. Aufgrund des größeren Kostenschutzes schlagen die Tier-Krankenversicherungen etwas mehr zu Buche, als die reinen Unfall- und OP-Versicherungen für Haustiere. Im Vergleich zu der potenziellen Höhe der Tierarztrechnungen sind die Beiträge allerdings verschwindend gering.
Extra-Tipp: Mittlerweile werden die Tier-Krankenversicherungen nicht mehr nur für Pferde, Hunde und Katzen angeboten. Auch eine Krankenversicherung für Kaninchen kann abgeschlossen werden. Verletzen sich diese oder sind mit einer gefährlichen Krankheit, wie Encephalitozoon cuniculi infiziert, können die Tierarztkosten auch hier immense Höhen annehmen. Die entsprechende Kaninchen-Krankenversicherung verhindert dies.
Lohnt sich die Haustierkrankenversicherung für mich?
Viele Haustierhalter verzichten auf die Tier-Krankenversicherung und die Tier-Unfallversicherung. Genauso gut können die monatlichen Beiträge ins Sparschwein wandern und bei Bedarf eben für den Tierarzt verwendet werden - so der Glaube. Diese vermeintlich logische Rechnung geht leider oft nicht auf. Ginge es ein Tierleben lang nur um Impfungen, regelmäßige Wurmkuren sowie saisonale Floh- und Zeckenprophylaxe, wäre die tierärztliche Betreuung ohne Versicherung durchaus etwas günstiger. Allerdings reicht ein Unfall, eine kleine Verletzung, die sich infiziert, oder ein Parasit aus, um ein riesiges Loch in das Budget zu schlagen. Von chronischen Krankheiten oder lebensbedrohlichen Zuständen ganz zu schweigen. Es ist also durchaus nicht nur der Tier-Vorsorgeschutz, der einkalkuliert werden sollte. Eine Pferdekrankenversicherung ist daher in jedem Fall sinnvoll. Tier-Krankenversicherungen für Hund, Katze und Kaninchen lohnen sich ebenfalls.
Benötige ich eine Tierhalter-Haftpflichtversicherung?
Wie bereits erwähnt, ist die Hundehalter-Haftpflichtversicherung in einigen Bundesländern bereits Pflicht. Sinnvoll ist sie - ebenso wie die Pferdehaftpflichtversicherung - auch in allen anderen Ländern. Sind Katze, Kaninchen und Co. nicht in Ihrer persönlichen Haftpflicht mitversichert, sollten Sie für entsprechenden Schutz sorgen. Im Fall der Fälle sind Sie damit auf der sicheren Seite und haben einige Sorgen weniger.
Worauf muss ich beim Abschluss der Haustierversicherung achten?
Mittlerweile finden sich zahlreiche verschiedene Haustierversicherungen auf dem Markt, weswegen sich ein Vergleich der Anbieter und Policen lohnt. Achten sollten Sie in jedem Fall auf die Höhe der Selbstbeteiligung und die Höhe des Versicherungsschutzes pro Jahr. Der Tier-Vorsorgeschutz sollte so hoch angesetzt sein, dass damit wirklich alle Prophylaxen abgedeckt sind - anderenfalls müssen Sie neben den Versicherungskosten auch noch reguläre und unvermeidliche Tierarztkosten tragen. Vergleiche, Tests und Versicherungsrechner sind praktische Hilfsmittel. Ebenso wie die GOT, die Gebührenordnung für Tierärzte, durch die Sie eine Übersicht über mögliche Kosten erhalten. Im Zweifelsfall lohnt sich auch ein Gespräch mit dem Tierarzt.