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Pferde - Das Gefühl der Freiheit

Die Domestizierung des Pferdes begann bereits vor einigen Tausend Jahren in der Bronzezeit. Seitdem wurden sie als Reittiere für die Jagd und als Nutztiere in der Landwirtschaft verwendet. Mit der Industrialisierung und Modernisierung der Landwirtschaft verloren sie aber immer mehr ihren Nutzen als Zugtiere. Die rund 1 Million Pferde, die heute in Deutschland leben, werden aber nur noch zum Reiten oder für freizeitliche Kutschfahrten benutzt.

Was gilt es vor der Anschaffung zu beachten?
Die Haltung eines Pferdes kann sehr teuer werden. Finanzielle Mittel sollten deshalb ausreichend zur Verfügung stehen. Neben einmaligen Anschaffungskosten von mindestens 1500EUR für Pferd und Grundreitausstattung kommen weitere monatliche Kosten von 300EUR-500EUR für Stallmiete, Futter, Reitstunden, Arztkosten und Hufschmied auf Sie zu. Je nach Krankheitsanfälligkeit des Pferdes können die monatlichen Fixkosten durch Arztgebühren und Medikamente auch um einiges höher ausfallen.
Gesetzliche Vorschriften - Steuern, Versicherungen
Für Pferde muss eine Pferdesteuer entrichtet werden. Dies gilt aber nur in einigen Gemeinden. Ob Sie Ihr Pferd steuerlich anmelden müssen, erfahren sie am besten bei Ihrer zuständigen Gemeindeverwaltung. Gesetzliche Vorschriften für die Versicherung von Pferden gibt es nicht. Dennoch ist der Abschluss einer Haftpflicht- oder Operationsversicherung durchaus ratsam, da Operationen und Klinikaufenthalte schnell mehrere Tausend Euro kosten können.
Eigenes Pferd oder Reitbeteiligung?
Vor dieser Frage stehen am Anfang alle angehenden Pferdebesitzer. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. Ein eigenes Pferd entbindet einen zwar von allen Pflichten gegenüber dem Pferdebesitzer und anderen "Mitmietern" des Pferdes, bringt aber auf der anderen Seite auch viel mehr Verantwortung mit sich. So ist man bei einem eigenen Pferd alleine für die Pflege und Bewegung des Pferdes verantwortlich und muss sich selbst um Arztbesuche und den Hufschmied kümmern. Es gibt also keine freien Tage, da das Pferd jeden Tag Futter, Pflege und Auslauf benötigt. Bei einer Reitbeteiligung sieht die Sache schon anders aus. Hier wird das Pferd mit anderen Reitern geteilt. Jeder hat also nur zu bestimmten Zeiten die Verantwortung für das Pferd. Eine Reitbeteiligung ist außerdem auch um einiges billiger als der Unterhalt eines eigenen Pferdes. Haben Sie sich für eine Form der Pferdehaltung entschieden, stellt sich die nächste Frage: Welches Pferd passt zu mir? Grundsätzlich gilt es bei der Auswahl der passenden Rasse verschiedene Kriterien zu beachten. Sie sollten sich fragen, was Sie mit dem Pferd machen möchten. Möchten Sie an Turnieren teilnehmen oder nur in Ihrer Freizeit reiten? Welchen Reitstil bevorzugen Sie? Welchen Charakter soll das Pferd haben? Für Anfänger eignen sich besonders gut ausgebildete und ruhige Pferde mit wenig Temperament, zum Beispiel Rassen des sogenannten Nord-Typs (Ponys und Kaltblüter). Kaltblüter sind sehr robust, krankheitsresistent und leichter zu erziehen. Sie sind außerdem charakterlich sehr gefestigt und wenig schreckhaft, was sie zu perfekten Anfängerpferden macht. Rassen des Süd-Typs (Warmblüter) eignen sich hauptsächlich für erfahrenere Reiter. Diese Pferde sind temperamentvoller und besonders bei feuchtem Wetter viel krankheitsanfälliger als ihre Artgenossen aus dem Norden. Bei unzureichender Beschäftigung und Bewegung werden sie schneller nervös und es ist viel Fingerspitzengefühl bei der Erziehung gefordert. Bei artgerechter Auslastung und fachgerechter Erziehung sind diese Pferde aber sehr aufgeweckte und verlässliche Tiere.
Artgerechte Pferdehaltung
Pferde sind sehr soziale Tiere. Sie sollten daher immer in Gruppen gehalten werden. Außerdem ist es wichtig, auf ausreichend Auslaufmöglichkeiten zu achten, da Pferde viel frische Luft benötigen und sich gerne bewegen. Den ganzen Tag feuchte Stallluft zu atmen, kann ihre Lungen nachhaltig schädigen. Falls das Pferd teilweise in Boxen untergebracht ist, sollte die Boxengröße (2*Widerristhöhe)² nicht unterschreiten. Dem Pferd sollte aber grundsätzlich so viel Auslauf wie möglich ermöglicht werden.
Mit dem Pferd in den Urlaub
Wenn Sie auch im Urlaub nicht auf Ihr Pferd verzichten möchten, gibt es für Sie und Ihr Tier verschiedene Urlaubsangebote. Zahlreiche Höfe in Deutschland und den angrenzenden Nachbarstaaten bieten Unterkünfte für Sie und Ihr Pferd. Diese Höfe befinden sich immer in landschaftlich schöner Umgebung mit geeigneten Reitwegen. Wer kein eigenes Pferd hat oder es nicht mitnehmen möchte, kann dort für die Zeit des Urlaubs auch Pferde mieten oder bei Bedarf noch Reitstunden nehmen. Wenn Sie Ihr Pferd für die Urlaubszeit zuhause zurücklassen müssen, gibt es verschiedene Möglichkeiten für die Betreuung. Einige Reiterhöfe bieten professionelle Betreuung an. Sie können aber auch auf private Urlaubsvertretungen zurückgreifen, die sich um Fütterung und Auslauf Ihres Tieres kümmern.
Die Ausbildung - Eine nicht zu unterschätzende Aufgabe
Unerfahrene und nicht ausgebildete Pferde sind zwar billig zu kaufen, die Erziehung und Ausbildung solcher Pferde ist aber nur erfahrenen Pferdebesitzern zu empfehlen, da die Erziehung zu einem normalen "Freizeitpferd" schon eine langwierige und sehr verantwortungsvolle Aufgabe ist. Wer mit seinem Pferd an Turnieren teilnehmen möchte, sollte sich bei der Ausbildung unbedingt professionelle Unterstützung in einer guten Reitschule holen.
Ernährung
Die richtige Ernährung ist sehr wichtig für die Gesundheit und Leistungsfähigkeit Ihres Pferdes. Pferde fressen hauptsächlich frisches Gras und trockenes Heu (bis zu 8kg pro Tag). Um ausreichend mit allen benötigten Nährstoffen versorgt zu werden, müssen sie aber zusätzlich mit Ergänzungsfutter (circa 2,5kg) aus Hafer, Gerste oder Leinsamen gefüttert werden. Auch nahrhafte Futtermischungen wie sogenanntes "Pferde-Müsli" sind förderlich. Die Bereitstellung von Salzlecksteinen und frischem Obst und Gemüse kann außerdem dazu beitragen, Krankheiten vorzubeugen. Professionelles Pferdefutter und Nahrungsergänzungsmittel finden Sie bei Zoomingo. Ihr Tierarzt wird Sie gerne beraten, welches Futter zur Aktivität und Rasse Ihres Pferdes am besten passt.
Tierarzt und Hufschmied
Eine gesetzliche Verpflichtung, sein Pferd impfen zu lassen, besteht nicht. Dennoch ist ein guter Impfschutz sehr zu empfehlen, um gefährlichen Krankheiten vorzubeugen. Das Pferd sollte halbjährlich gegen Tollwut, Pferdeherpes, Pferdegrippe, Husten und Tetanus geimpft werden. Regelmäßige Entwurmung und Zeckenschutz sind ebenfalls sehr wichtig. Wie oft der Hufschmied kommen sollte, hängt von der Verwendung Ihres Pferdes und der Art der Beschläge ab. Grundsätzlich gilt, dass die Hufe alle 8 Wochen durch einen Hufschmied kontrolliert und bei Bedarf behandelt werden sollten, damit Fehlstellungen und Verletzungen rechtzeitig erkannt und behandelt werden können.
Ein sehr aufwendiges Hobby
Ein Pferd zu halten ist teuer und sehr zeitaufwendig. Bei einem eigenen Pferd muss man ohne Wenn und Aber bereit sein, sich 365 Tage im Jahr um das Tier zu kümmern. Wenn Ihnen das zu viel ist, Sie sich aber trotzdem mit diesen schönen, anspruchsvollen Tieren beschäftigen möchten, ist eine Reitbeteiligung genau das Richtige für Sie.