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Nagetiere - Kaninchen, Meerschweinchen & Co.

Während Nagetiere früher hauptsächlich als Nutztiere zum Schlachten gehalten wurden, findet man sie bei uns heutzutage nur noch als Haustier. In Deutschland werden neben Kaninchen und Meerschweinchen auch Frettchen, Chinchillas, Degus, Hamster, Streifenhörnchen, Mäuse und Ratten gehalten. Kaninchen und Meerschweinchen sind die beliebtesten Nagetiere der Deutschen und werden besonders oft als Ersthaustier an Kinder verschenkt. Allerdings zählen Kaninchen und Frettchen offiziell nicht zu den Nagetieren, sondern zu den hasenartigen Säugetieren beziehungsweise Raubtieren. Da sie im allgemeinen Sprachgebrauch aber oft als Nager bezeichnet werden, sind sie trotzdem in diesem Ratgeber mit aufgeführt.

Was gilt es vor der Anschaffung zu beachten?
Vor der Anschaffung muss überprüft werden, ob ausreichend Platz für eine einigermaßen artgerechte Haltung vorhanden ist. Für Kaninchen und Meerschweinchen ist zum Beispiel ein Auslauf im Garten ideal. Als reine Wohnungstiere eignen sich dagegen besonders Ratten, Hamster und Mäuse. Falls Sie zur Miete wohnen, sollten Sie auch Ihren Vermieter um Erlaubnis fragen. Offiziell dürfen Kleintiere zwar nicht verboten werden, für Ratten und Mäuse gibt es aber Ausnahmeregelungen, die ein Verbot im Interesse der Hausgemeinschaft aufgrund des sogenannten "Ekelfaktors" erlauben. Abschließend müssen Sie noch prüfen, ob Sie über ausreichend finanzielle Mittel verfügen, um Ihr neues Haustier gut zu versorgen. Die monatlichen Fixkosten für Nagetiere halten sich zwar mit 40EUR - 80EUR in Grenzen, durch Krankheiten oder Verletzungen kann es aber zu sehr hohen Tierarztkosten kommen.
Gesetzliche Vorschriften - Rote Liste und Artenschutz
Als Haustiere dürfen in Deutschland Kaninchen, Meerschweinchen, Mäuse, Ratten, Hamster, Frettchen und die weniger verbreiteten Chinchillas, Degus und Streifenhörnchen gehandelt und gehalten werden. Für exotische oder vom Aussterben bedrohte Nagetiere wird eine spezielle Ausnahmegenehmigung benötigt, die aber nur schwer zu bekommen ist und den Aufwand meistens nicht lohnt.
Welches Nagetier passt zu mir?
Welches Nagetier das Richtige für Sie ist, hängt stark von Ihrer Wohnsituation und Ihren persönlichen Vorlieben ab. Kaninchen, Meerschweinchen & Co gelten zwar als sehr pflegeleichte Haustiere, verursachen aber einiges an Arbeit und Kosten, wenn man eine artgerechte Haltung anstrebt. Wenn Sie schon ein Nagetier zuhause halten und ein Zweites anschaffen wollen, eignen sich Meerschweinchen besonders gut, da sie sehr gesellige und gutmütige Tiere sind und selten Aggressionen zeigen. Aus diesem Grund sind sie auch sehr gut als "Ersthaustier" für Kinder geeignet.
Wo kann man Nagetiere kaufen?
Ist Ihre Wahl auf ein bestimmtes Tier gefallen, können Sie die meisten Nager in jeder größeren Zoohandlung erhalten. Die Preisspanne reicht dabei von wenigen Euros für eine Maus bis hin zu mehreren Hundert Euro für Chinchillas und Frettchen mit besonderer Fellfärbung. Es lohnt sich aber, vorher bei Ihrem örtlichen Tierheim oder Tierschutzverein nachzufragen. Meistens warten dort viele verschiedene ältere Nager und Jungtiere auf ein neues Zuhause.
Artgerechte Haltung - Viel Beschäftigung!
Bis auf den Hamster sind alle Nagetiere, Kaninchen und Frettchen sehr soziale und gesellige Tiere und sollten unbedingt mindestens zu zweit gehalten werden. Die Haltung eines einzelnen Tieres ist in keinem Fall artgerecht. Um die teilweise sehr aufwendige Gewöhnung der Tiere aneinander zu vermeiden, sollte man sich von vorneherein ein aneinander gewöhntes Pärchen aus dem Tierheim oder der Tierhandlung holen. Dabei muss aber unbedingt auf Gleichgeschlechtlichkeit oder erfolgte Kastration geachtet werden, da sich besonders Kaninchen und Mäuse sonst sehr schnell und sehr zahlreich vermehren. Im Gegensatz dazu sind Hamster absolute Einzelgänger und sollten deshalb ausschließlich einzeln gehalten werden. Die meisten in der Tierhandlung erhältlichen Käfige für Nagetiere sind viel zu klein und weit entfernt von einer artgerechten Haltung. Für Kaninchen sollte mit mindestens 4m² pro Tier gerechnet werden und das auch nur, wenn das Tier täglich 6-8 Stunden Auslauf bekommt. Grundsätzlich gilt: Gehege, Käfige und Ausläufe so groß wie nur möglich gestalten. Zu groß gibt es nicht! In freier Wildbahn legen die meisten Nager nämlich täglich große Strecken zurück. Falls Sie einen Garten haben, können Sie den Tieren dort einen kleinen Auslauf oder sogar ein permanentes Gehege einrichten. Besonders Meerschweinchen und Kaninchen fressen sehr gerne frisches Gras und Löwenzahn. Wenn Ihre Nager dauerhaft draußen leben, müssen Sie einiges beachten: Kaninchen, Ratten und Hamster können sehr gut und tief buddeln. Das Gehege muss deshalb bis zu einer Tiefe von 30cm bis 100cm mit Draht oder am besten mit Waschbetonplatten abgesichert werden. So ist auch gewährleistet, dass von außen keine Raubtiere in das Gehege gelangen können. Da Nagetiere nicht schwitzen und Hitze nur über ihre Körperoberfläche ableiten können, müssen Schattenplätze und Rückzugsmöglichkeiten vorhanden sein, um Hitzschlag vorzubeugen. Wenn die Tiere ganzjährig im Freien sind, muss für schlechtes Wetter ein überdachter und isolierter Rückzugsort vorhanden sein. Die meisten Nager sind sehr neugierige Tiere. Frettchen und Ratten sind dazu noch äußerst intelligent. Wenn keine ausreichende Beschäftigung geboten wird, langweilen sich diese Tiere schnell, was zu Depressionen, Futterverweigerung und im schlimmsten Fall zu Aggressionen gegenüber den Artgenossen führen kann. Eine sinnvolle und artgerechte Beschäftigung ist deshalb unerlässlich. Geeignetes Spielzeug wie Spielbälle, Tunnel und Laufräder finden Sie bei Zoomingo.
Die richtige Ernährung - Viel Obst und Gemüse
Jede Tierart hat spezielle Bedürfnisse, was die Ernährung angeht. Über täglich frisches Obst und Gemüse freut sich aber jedes Nagetier. Auch frische Kräuter und einige Wildpflanzen werden gerne gegessen, allerdings verträgt diese nicht jede Nagerart gleich gut. Bei Unsicherheiten erkundigen Sie sich am besten bei Ihrem Tierarzt, was Ihr Nager fressen darf. Bei Zoomingo ist für jede Tierart das passende Trockenfutter, Heu oder je nach Bedarf speziell angereicherte Nahrungsergänzungsmittel erhältlich.
Vorbeugung von Krankheiten und Parasiten
Um Krankheiten, Infektionen und lästigen Parasiten wie Milben vorzubeugen, muss der Nagerkäfig täglich gereinigt und mit frischem Streu aufgefüllt werden. Mindestens einmal pro Woche sollte der Käfig komplett entleert und grundgereinigt werden. Regelmäßige Tierarztbesuche und Impfungen fördern die Gesundheit Ihres Nagers. Eine gesetzliche Impfplicht existiert zwar nicht, Impfungen sind aber besonders für im Freien lebende Tiere durchaus ratsam. Welche Impfungen vorgenommen werden sollten, hängt dabei stark von der Haltung der Tiere ab. Ihr Tierarzt wird Sie dazu gerne beraten. Indem Sie Ihr Tier aufmerksam beobachten, können Sie selbst Krankheiten und Infektionen frühzeitig erkennen. Zeigt Ihr Nager Appetitlosigkeit, verliert er Fell oder verändert sich der Kot, sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen.
Keine einfachen Haustiere
Nagetiere sind nicht so anspruchslos, wie viele denken und machen bei artgerechter Haltung viel Arbeit. Als Dank erhält man bei angemessener Beschäftigung aber sehr aufgeweckte und neugierige Haustiere, die Ihren Besitzern viel Freude bereiten.