0item(s)

Sie haben keine Artikel im Warenkorb.

Product was successfully added to your shopping cart.

Fischhaltung - Ein eigenes Ökosystem für Wohnzimmer und Garten

Bereits im alten Ägypten begannen die Menschen Fische in Becken zu züchten. Sie dienten damals sowohl als Nahrungsmittel als auch als Luxusgüter. Heutzutage ist die Fischhaltung in Teichen oder Aquarien auch in privaten Haushalten ein beliebtes Hobby und es tummeln sich hunderte verschiedene Fischarten in deutschen Aquarien.

Was gilt es vor der Anschaffung zu beachten?
Vor dem Kauf von Fischen müssen Sie sich einige Fragen stellen: Möchte ich einen eher pflegeleichten Teich oder ein aufwendigeres Aquarium, in dem ich meine Tiere aber jeden Tag beobachten kann? Welche Größe soll der Teich beziehungsweise das Aquarium haben? Bin ich bereit für dieses Hobby langfristig Geld auszugeben? Die Fische an sich sind je nach Art zwar sehr günstig zu bekommen, ein Aquarium inklusive des benötigten technischen Zubehörs wie Beleuchtung und Filteranlage ist jedoch nicht billig. Im Monat sind mit Fixkosten von 30EUR - 50EUR für Strom, Wasser und Futter zu rechnen. Die einmaligen Anschaffungskosten können jedoch je nach Größe und Ambitionen einige Hundert bis mehrere Tausend Euro betragen. Die regelmäßig anfallenden Reinigungs- und Wartungsarbeiten wie Filterreinigung und Wasserwechsel sind bei der Aquarienhaltung auch nicht zu unterschätzen. Falls Sie sich für ein Aquarium entscheiden, müssen Sie noch einen geeigneten Standplatz und gegebenenfalls einen speziellen Aquarienunterschrank kaufen. Bereits kleine Anfängeraquarien erreichen ein Gewicht von 150kg bis 200kg, was normale Möbel schnell an ihre Grenzen bringt.
Gesetzliche Vorschriften - Rote Liste und Artenschutz
Falls Sie zur Miete wohnen, sollten Sie Ihren Vermieter über das Aquarium informieren. Da Fische im Mietrecht zu den Kleintieren zählen, darf Ihnen die Haltung nicht verboten werden, solange sie sich im normalen Rahmen bewegt. Sehr große oder sehr viele Aquarien dürfen aber durchaus vom Vermieter untersagt werden. Gesetzlich festgelegte Grenzwerte gibt es jedoch nicht. Außerdem dürfen generell keine Fische gehalten werden, die auf der roten Liste für bedrohte Tierarten stehen oder aus anderen Gründen mit einem Einfuhrverbot für Deutschland belegt sind.
Welche Fische passen zu mir?
Es gibt hunderte verschiedene Fischarten, die sich für die Aquarium- beziehungsweise Teichhaltung eignen. Welcher Fisch der Richtige ist, hängt von Ihren persönlichen Vorlieben und dem schon vorhandenen Fischbestand ab. Auch in großen Aquarien oder Teichen dürfen verschiedene Fischarten nicht beliebig kombiniert werden. Manche Arten vertragen sich einfach nicht miteinander und andere haben zu unterschiedliche Anforderungen an die Wassertemperatur und Umgebungsbeschaffenheit, um erfolgreich in einem Aquarium gehalten zu werden. Für Anfänger sind besonders die friedfertigen Salmler (z.B. Neons) oder die Zahnkärpflinge (z.B. Guppys) geeignet. Auch kleine Welse sind relativ anspruchslos und tragen außerdem noch positiv zur Wasserqualität bei, da sie sich hauptsächlich von Algen ernähren. Fische mit höheren Ansprüchen sollte man sich erst zulegen, wenn man mit diesen leicht zu haltenden Fischen positive Erfahrungen gemacht hat.
Wo kann ich meinen Fisch kaufen?
Verschiedene Zierfische sind in jeder Zoohandlung und manchmal auch im Tierheim erhältlich. Wer exklusivere oder seltenere Fische wie zum Beispiel Kois kaufen will, muss dafür einen Züchter aufsuchen. Die Preise für Fische reichen von 1EUR für einen Neon über 5EUR für einen Goldfisch bis hin zu einigen Tausend Euro für Koi-Karpfen.
Artgerechte Fischhaltung - Teich oder Aquarium?
Beide Haltungsformen haben ihre Vor- und Nachteile. Selbstverständlich können nur Fische in Teichen gehalten werden, die kalte Temperaturen und unbeständiges Wetter gut verkraften. Sie sollten darauf achten, dass der Teich tief genug ist, damit die Fische in den unteren, wärmeren Wasserzonen überwintern können und bei Angriffen durch Katzen oder Fischreiher Fluchtmöglichkeiten haben. Für Fischteiche wird deshalb eine Mindesttiefe von 90cm bis 120cm empfohlen. Diese Mindesttiefe muss allerdings regelmäßig kontrolliert werden, da der Teich über die Zeit verschlammen und so an Tiefe verlieren kann. Ein kleiner Teich mit geringer Tiefe sollte daher mindestens einmal im Jahr von Schlamm gereinigt werden. Im Aquarium sind Ihre Fische ganzjährig vor Angriffen durch Raubtiere und schlechtem Wetter geschützt und lassen sich besser beobachten. Allerdings ist die Haltung in Aquarien nur bis zu einer bestimmten Größe der Fische artgerecht möglich und die Erhaltung und Kontrolle der Wasserqualität ist häufig mit viel Arbeit verbunden. Sehr kleine Aquarien oder sogar Goldfischgläser sind in keinem Fall artgerecht. Da die meisten Fische sehr empfindlich auf äußere Einflüsse reagieren, würden viele Fische unter solchen Bedingungen auch schnell krank werden und sterben. Für Anfänger sind daher Aquarien mit 100-120 Litern Wasser zu empfehlen, da bei dieser Größe Wassertemperatur und Wasserqualität relativ leicht zu beeinflussen sind. Wassertemperatur und der PH-Wert des Wassers müssen ständig kontrolliert und an die Anforderungen der jeweiligen Fische angepasst werden. Empfindliche Fische können bereits bei geringen Schwankungen erkranken und sterben! Die Bepflanzung und Inneneinrichtung des Aquariums oder des Teichs sollten der natürlichen Umgebung der Fische möglichst nahe kommen. Dazu zählt auch die Einrichtung von Rückzugsmöglichkeiten und kleinen Verstecken.
Vorschriften für die professionelle Fischzucht
Wer professionell Fische züchten und verkaufen möchte, muss noch einige zusätzliche Vorschriften beachten. Die Aquarien- oder Teichanlage muss vor Beginn der Zucht vom zuständigen Veterinäramt geprüft und dort registriert werden. Falls die Fische zum Verzehr bestimmt sind, ist außerdem eine Registrierung bei der Lebensmittelüberwachungsbehörde notwendig.
Ernährung
Das benötigte Futter ist abhängig von der verwendeten Fischart. Es gibt 5 verschiedene Arten von Fischfutter: Granulat, Tabletten, Flocken, gefriergetrocknete Insekten beziehungsweise Würmer und Lebendfutter. Das passende Futter für jeden Fisch ist bei Zoomingo erhältlich. Bei Unsicherheiten können Sie sich bei Ihrem Tierarzt erkundigen, welches Futter das Richtige ist. Grundsätzlich sollten Fische mindestens einmal und maximal zweimal am Tag, möglichst immer zur selben Zeit und nicht zu viel gefüttert werden. Wenn der Fressvorgang länger als 2 Minuten dauert, wurde zu viel gefüttert, was sich sehr negativ auf die Gesundheit der Fische auswirken kann.
Krankheiten und Vorsorge
Wenn Sie bei Beobachtung Ihrer Fische auffällige Veränderungen im Verhalten oder im Aussehen feststellen, sollten Sie den betroffenen Fisch umgehend von den anderen isolieren und vom Tierarzt überprüfen lassen, um eine Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Die meisten Krankheiten werden durch Stress und falsche Wasserwerte verursacht. Wenn Ihre Fische also häufig Krankheitsanzeichen zeigen oder sogar sterben, sollten Sie umgehend Wassertemperatur, PH-Wert, Nitratgehalt und Größe des Fischbestandes überprüfen.
Ein besonderes Hobby
Viele Menschen sind besonders von Aquarienfischen fasziniert. Die Beobachtung der bunten Tiere ist sehr interessant und hat eine beruhigende Wirkung. Trotzdem sollte die Arbeit, die durch Arbeit- und Teichpflege verursacht wird, nicht unterschätzt werden. Wer aber viel Zeit in die Pflege und Kontrolle seiner Fische investiert, wird mit einem eigenen kleinen Ökosystem belohnt.